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Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling überzeugte beim digitalen Dialog zum Thema „Zukunft Innenstadt“ mit einem fachkundigen Vortrag und inspirierenden Gedanken

Da immer mehr Menschen über die Zukunft der Innenstädte besorgt sind, hatte das „2 für Mainz“-Team Clemens Hoch, Staatssekretär und Marc Ruland, MdL das Thema aufgegriffen und zu einer virtuellen Begegnung eingeladen. 

„Ich freue mich ganz besonders, dass wir unter den vielen Teilnehmern auch den Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten und den Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling begrüßen dürfen.“ Mit diesen Worten eröffnete Clemens Hoch den Dialog, der von Michael Ebling mit geradezu leidenschaftlich vorgetragenen Informationen und Impulsen in Gang gesetzt wurde.  

„Wir leben seit Jahren in einer Art von Mega-Trend, dass immer mehr Menschen in den Städten auf engem Raum zusammenleben, was tatsächlich etwas mit globalen Tendenzen zu tun hat. Die Potenziale, welche die Städte dadurch entfalten können, sind vielfältig. So können sie sich in kultureller und sozialer Hinsicht ‚neu erfinden‘. Ideen, wie man das Zusammenleben organisiert, entstehen in fast allen Städten Deutschlands, so auch bei uns in Mainz“, unterstrich Michael Ebling. Weiter betonte er, dass die Städte alle eine ungebrochene Geschichte haben, was wiederum zum Beispiel Andernach, Mainz und Trier verbinde. Weiter sagte Ebling: „Wenngleich der Handel derzeit in einer Krise ist, was ich nicht klein reden will, haben wir schon viel schlimmere Krisen durchgestanden. Wie auch in Mainz haben sich vor 75 Jahren viele Städte ‚neu erfunden‘. Wir haben vor ein paar Tagen den 75. Jahrestag der Zerstörung der Stadt Mainz begangen, die zu 80 Prozent zerbombt war. Inzwischen hat sie sich –wie so viele Städte- in neu erfunden. Deshalb haut mich die Vorstellung, dass der Handel in Zeiten der Pandemie in einer Krise steckt, nicht um. Ich will das nicht klein reden, aber ich glaube an die Zukunft der Städte, weil wir alle den Vorteil haben, dass dies genau die Orte sind, wo die Menschen sich hin orientieren!“ Bauchschmerzen bereite ihm allerdings die Handelsentwicklung, die jedoch älter sei als die Pandemie, so Ebling, der als Beispiel die Stadt Mainz nannte, wo es eines der beiden großen Warenhäuser nicht mehr gebe. „Die Corona-Pandemie hat dem Karstadt-Kaufhof-Konzern zwar die letzte Puste genommen, aber die Probleme wie der wachsende Internet-Handel und das neue Kaufverhalten der Kunden sei nicht neu. Nach weiteren Impulsen kam Michael Ebling zu dem Fazit: „Wir werden nicht das Ende der Städte erleben!“

Marc Ruland, der die virtuelle Diskussion moderierte, bedankte sich für den höchst inspirierenden Vortrag und fügte hinzu: „Am 01.03. ist das DigiBooster Programm gestartet und ich weiß aus Gesprächen mit dem Einzelhandel,  dass es bereits die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen gegeben hat und Anträge gestellt wurden.“ Das Landes-Förderprogramm „DigiBooster“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit jeweiligen Zuschüssen in Höhe von bis zu 15.000 Euro u.a. für Hardware und Software, digitale Lösungen sowie eine entsprechende Beratung.

Achim Hütten, Oberbürgermeister, hob sodann als Alleinstellungsmerkmal von Andernach das Projekt „grüne und essbare Stadt“ hervor: „Ein weiteres Merkmal ist der Geysir, bei dem es sich um eine eintrittspflichtige Einrichtung mit 145.000 bis 150.000 Besuchern handelt. Außerdem konnten wir in den letzten Jahren die Zahl der Übernachtungen um 40 Prozent erhöhen.“  Er fügte hinzu, dass man den Handel unterstützen werde. Wir sind derzeit damit befasst, eine digitale Plattform für Andernach aufzustellen, damit die Händler sich besser vernetzen und positionieren können“, so Achim Hütten.

Marc Ruland, MdL schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für den äußerst engagierten uns inspirierenden Gedankenaustausch. Mein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle Michael Ebling und Achim Hütten, die eine Bereicherung der Runde waren.“